Weinträger




Artikel Kalender

Juni 2010
S M D M D F S
« Mai   Jul »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  




An-/Abmelden


Seite hinzugefügt Juni 19, 2010

Email this to a friendSende diesen Artikel Sende diesen Artikel                      Printable versionDruckversion des Atikels Druckversion des Atikels

Die „Hexer“ wollen noch mehr

Die  „Hexer“ wollen noch mehr thumbnail

Von Christoph Hahn 

Dutzendware für Konsumenten mit mehr oder minder geringen Ansprüchen – das war gestern. Wie schon die privaten Weingüter, so machen auch die Winzergenossenschaften in der jüngsten Zeit einen kolossalen Entwicklungsschub durch – auch und gerade in ihrem Stamm- und Ursprungsland, in Baden. Dessen Herzstück wiederum bildet die Ortenau rund um Offenburg, die Region, in der sich dieser Trend besonders deutlich. 
„Masse können Andere“, denken sich wahrscheinlich auch Jürgen Decker, Marco Köninger und Alois Huber vom „Winzerkeller Hex vom Dasenstein“ (www.dasenstein.de) aus dem malerischen Dorf Kappelrodeck im Achertal. Rund 5900 Einwohner zählt die Gemeinde (www.kappelrodeck.de) mit allen zugehörigen Dörfern – trotzdem sind die Leute von der „Hex“ bundesweit bekannt, nicht nur durch Auftritte im Verkaufsfernsehen, nicht nur durch den Tourismus, der dem Geschäftsführer, dem Kellermeister und dem Vorstandsvorsitzenden im wahrsten Sinne des Wortes so manchen Mitnahmeeffekt bringt. Sehr bedeutend sind die Umsätze über QVC, HSE 24 und ähnliche Kabel-Kanäle nicht: Rund vier Prozent, so „Hex“-Manager Decker im Gespräch mit der „Mittelbadischen Presse“, macht der so erzielte Umsatz insgesamt aus. Aber es hilft den Achertäler und anderen Kollegen ringsum, bekannt zu werden. Aber es ist noch nicht einmal die halbe Miete: Produkte, die im Fernsehen lange erklärt werden müssen, verkaufen sich dort nicht besonders gut. Denn das Repertoire dieser Winzergenossenschaft (WG) ist vielschichtiger als es auf diesem Wege kommuniziert werden kann. Darum lohnt ein näherer Blick auf jeden Fall. 

Hier wächst der Wein von Kappelrodeck: Rebzeilen in der Lage Dasenstein.

Denn die Kappelrodecker sind schon wer. 2008 und 2009 bei der jährlichen Kür der besten Erzeuger durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft auf Platz 2, in den Jahren davor auf Platz 1, mit Bundes- und Landesehrenpreisen überhäuft – mittelmäßigen Produzenten, die nichts Anderes als Massen-Erträge im Sinn haben (eine Gottseidank aussterbende Rasse), passiert so etwas wohl kaum. Die „Hexer“ (will sagen: Geschäftsführer Decker und Kellermeister Köninger) spielen ihre Stärken deutlich aus. Denn Wein aus Kappelrodeck ist nun in erster Linie (zu 76 %) Spätburgunder. Der gehört auch zur Basisformation aus drei Sommerweinen – als weiß gekelterter Blanc de Noir; hinzu kommen ein Rosé und ein Rivaner: unkomplizierte Weine für Menschen, die Wein zwar mögen, aber nicht viel davon wissen oder wissen wollen. 
Doch der überwiegende Teil des Sortimentes zielt auf den bewussten Genießer, ja sogar auf den Kenner und anspruchsvolle Gastronomen. Winzergenossenschaften (am Sitz der „Hex“ gibt es nur ein privates Weingut) sind halt echte Breitband-Unternehmen. Und so gibt es am anderen Ende der Kappelrodecker Sortiments- und Qualitätspyramide die Produktlinie „Avantgarde“, zu der je ein Pinot Noir, Pinot Grigio sowie Sauvignon Blanc gehören – und ein Riesling, der aller Ehren wert ist. Die 2009er jedenfalls belegt die Ambitionen der Kappelrodecker: Von seiner Statur her straff gewirkt und merklich von südlicher Sonne verwöhnt, erfrischt dieser Wein durch ein Mix aus knackiger Säure und fruchtiger Süße, einen Cocktail aus Apfel- und Zitrusaromen, ist unkompliziert im Auftreten und doch zu allerlei Kulinarischem im Stande. Erfrischung pur bietet der 2009er Sauvignon Blanc: Nicht so sehr die üblichen Paprika- und anderen gemüsigen Aromen stehen hier im Vordergrund, sondern Akzente von kräuteruiger Frische:: Minze und Zitronenmelisse zum Beispiel. Andere Produktlinien aus dem Hause „Hex“ sind zudem die Cabernet-Cuvée „Onyx“ und der als „samtig-weich“ avisierte Spätburgunder „Karat“. Nur begrenzt geht es hingegen bei der selektiv orientierten Produktlinie „Alte Rebe“, ein Spätburgunder, fruchtbetont und konzentriert, so wie das halt bei strenger Mengenreduzierung und mindestens 25 Jahre alten Rebanlagen sein muss. 

Mi der "Villa Heynburg" haben sie sich viel vorgenommen: Marco Köninger (links) und Jürgen Decker, Kellermeister bzw. Geschäftsführer des Winzerkellers Hex vom Dasenstein in Kappelrodeck (Achertal).

Doch die beiden „Ober-Hexer“ Jürgen Decker und Marco Köninger wollen noch mehr. Gut zu sein reicht ihnen nicht allein – sie wollen noch besser werden. Mit ihrem neuen Projekt „Villa Heynburg“ stellen sie sich neuen Herausforderungen und greifen nach den Sternen. Benannt wurde das neue Label, eine indes völlig eigenständige Tochter des Kappelrodecker Winzerkellers, nach dem Gebäude, das einst auf dem Terrain der heutigen Genossenschaft stand. Alles soll vom Besten sein: die Kellertechnik, die Trauben, die Logistik, natürlich die Weine selber – einfach alles. Angebaut auf acht Hektar Fläche in Kappelrodeck, Ortenberg bei Offenburg und Kippenheim bei Lahr, gehören zum Programm Spät- (47 Prozent), Grau- (12 %) und Weißburgunder (11 %) sowie Riesling (11 %), Chardonnay (8 %), die rote Rarität St. Laurent (4 %), Gewürztraminer (4 %) und Müller-Thurgau (3 %). Das Etikett mit dem goldenen Krönchen signalisiert dezente Eleganz: Ein Versprechen, das sich mit den Absichten des Macher-Duos deckt. So werden alle Weißweine erst einmal über Wochen hinweg im Edelstahltank vergoren, bevor ihnen dann ein langes Lager auf der Feinhefe verordnet wird – dann teils im Edelstahl, teils aber auch (bei Grau- und Weißburgunder sowie

Gepflegtes, aber nicht überbetontes Erscheinungsbild: die Weine der "Villa Heynburg".Chardonnay) im Barrique. Rotweine werden zuerst einmal – mitunter sogar im Holzbottich – dem traditionellen Maischegärverfahren unterworfen, wandern dann zum biologischen Säureabbau in den Edelstahl und bekommen auf der Feinhefe im französischen Barrique den Feinschliff. Bei Standard-Rotweinen dauert das minimal zehn, bei denen des obersten Segments aus der Reserve- und Grand-Reserve-Klasse (zu denen auch ein Riesling zählt) 14 Monate. 

Malerisch: der Ortskern von Kappelrodeck.

Die Begegnung mit diesem Dorf  im “Weinparadies Ortenau” (www.weinparadies-ortenau.de), dessen Bewohner vielfach auf ganz unbedingte Weise für den Wein im Allgemeinen und den Spätburgunder im Besonderen leben, lohnt sich ungemein. So gibt es denn auch für Genuss-orientierte Besucher von Kappelrodeck zwei interessante touristische Angebote (weitere Informationen bei der Tourist-Information, Telefon: (07842) 802-10, E-Mail: info@kappelrodeck.de, im Internet: www.kappelrodeck.de): den malerischen Weinlehrpfad und das Arrangement „Wein im Trio“ (www.genussimtrio.de) mit Besuchen im Keller der „Hex“, bei der in Kennerkreisen höchst angesehenen Brennerei Scheibel und einem Mittagessen im Gasthof „Zum Prinzen“.









Ähnliche Artikel

Schlagzeilen

Auch noch zu lesen

Schlaraffenland am Kaiserstuhl thumbnail Schlaraffenland am Kaiserstuhl

Von Christoph Hahn

Es soll Leute geben, denen schon Kilometer vor der Autobahnausfahrt Riegel die Spucke im Munde zusammenläuft. Denn Riegel ist die Ausfahrt für das malerische Städtchen Endingen am Kaiserstuhl. Und in Endingen, tief drin in Baden und nicht etwa in einer Großstadt, wirkt und wurstet Markus Dirr. Markus Dirr hat unter den deutschen Metzgern so etwa den Stellenwert wie unter den Köchen der Republik ein Harald Wohlfahrt oder ein Stefan Marquardt. Der ist wie Dirr ausgebildeter Fleischer und Koch in einer Person. Dirr (www.metzgerei-dirr.de) wiederum hat auch nicht immer gleich hinter der recht schmalen Verkaufstheke an der Königschaffhauser Straße mit Messer, Beil und anderen Instrumenten seines Handwerks hantiert. Der Endinger hat sich seinerseits zehn Jahre lang durch die besten Restaurants gekocht, und das in Frankreich, Italien, den USA und auf den Bermudas – unter anderem. Vor allem aber hat der Kaiserstühler immer seine Nase in den Wind gehalten und Gerüche wie Aromen aus der großen weiten Welt nach Endingen mitgebracht.
Dirr spielt in der Königsklasse mit, Dirr entwickelt traditionelle Produkte wie Schinken, Speck und Dauerwurst weiter, Dirr ist kreativ und beherrscht das Bodenständige ebenso wie das Weltläufige – und steht deshalb stellvertretend für so viele, die auf dem Kaiserstuhl flüssige oder bissfeste Leckereien an den Mann oder die Frau bringen. Durchaus bodenständig wirkt Thomas Landerer (www.weingut-landerer.de) aus Niederrotweil, der längst in einschlägigen Führern wie Gaullt-Millau und Eichelmann gute Bewertungen erntet und trotzdem in seinem „Weinbergsbummler“ mit 60 Sitzplätzen Touristen durch seine Weinberge fährt. Fast alle Genusshandwerker der Region glühen vor Leidenschaft; mit dem Erreichten begnügen sie sich noch lange nicht. Darum sind Leute wie Landerer so authentisch: Sie können, wie der Winzer mit seinem „LaSecco“, durchaus internationale Töne anschlagen und bezeugen dennoch mit ihren Burgundern (um die es am Kaiserstuhl hauptsächlich geht) das Land, auf dem die Trauben wachsen.
Das hält auch Landerers Mitbürger Lothar Koch so. Der Name hält, was er verspricht: Koch heißt nur so – er ist auch tatsächlich Koch, und zwar ein höchst origineller. In seinem Restaurant (www.gasthaus-zum-kaiserstuhl.de) in unmittelbarer Nähe zur Niederrotweiler Dorfkirche St. Michael bringt er hauptsächlich (aber nicht nur), was an Kräutern, Gemüse, Obst und Blüten in seinem Garten wächst und dehnt den Terroir-Gedanken vom Trink- aufs Essbare aus. Und was er hinzukauft, kommt überwiegend von regionalen Herstellern – der Ziegenkäse zum Beispiel von einen Aussteiger aus den Vogesen, der Topinambur-Schnaps von Bauer Otto Ihle aus dem Zwillingsdorf Oberrotweil.
Ambitionierte Anbieter gibt es am und auf dem Kaiserstuhl wahrlich genug – zum Beispiel das Weingut Bercher (www.weingutbercher.de) in Burkheim, eine beschaulichen „Städtle“ (bloß nicht von „Dorf“ reden) mit gerade mal 942 Einwohnern. Hier gibt es eine Vielzahl von Attraktionen wie das Fachwerk-„Haus zu den fünf Türmen“, das Rathaus mit dem vorderösterreichischen Wappen, die Kirche St. Pankratius und die Schlossruine am Rand des Ortskerns. Wer sich diese Idylle einmal besuchen will, sollte erwägen, die Dienste eines Führers (www.kaiserstuehler-gaestefuehrer.de) in Anspruch zu nehmen. Denn wer mit Einheimischen wie Regina Jenne die Schönheiten Burkheims betrachtet, sieht mehr. Die Kaiserstühler Gästeführer schärfen den Blick der Touristen für Dinge, die sie sonst nicht sehen – zum Beispiel dafür, dass die Berchers zwischen dem Kelterhaus vor dem Stadttor und ihrem Gutshaus von 1730 eine unterirdische Leitung verlegt haben. Denn Platz ist in Burkheim nun Mangelware – auch und gerade falls jemand wie die Berchers schon als Mitglied des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) einen gewissen Status besitzt und dabei noch mehr erreichen will. Vater Rainer Bercher steht jedenfalls schon mal an der Abfüllanlage oder packt Flaschen in Kartons, derweil sein Sohn Arne – der zusammen mit seinem Papa sowie dessen Bruder Eckhardt und seinem Sohn Martin die Verantwortung für das Gut trägt – mit dem Refraktometer den Zuckergehalt der ankommenden Trauben prüft, ansonsten aber sich um das Marketing kümmert. Solche Familienbetriebe, die sich innovativ und traditionell zugleich orientieren, sind es, die das „Ländle“ stark gemacht haben.
Burkheims Vorrat an Sehenswürdigkeiten ist mit dem Haus der Berchers und anderen architektonischen Kostbarkeiten noch lange nicht erschöpft. Eine andere Attraktion gibt es quasi im Doppelpack: Zwischen Ostern und dem 31. Oktober gibt es mittwochs und sonntags um 22 Uhr die Gelegenheit zum Nachtwächter-Rundgang ab Stadttor, detaillierte Erklärungen zur Historie und wohldosierte Deftigkeiten wie zum Beispiel der Exkurs über das Schenkelrecht inklusive. Ganz und gar nicht deftig geht es in dem knapp einen Kilometer vom Treffpunkt gelegenen Hotel Kreuz-Post zu, wo Patron Raner Gehr vor Beginn der Tour mit einem kreativ-regionalen „Nachwächtermenü“ aufwartet, Schnecken-Lasagne und Spätburgunder-Granité eingeschlossen (nähere Informationen: www.kreuz-post.de und www.burkheimer-nachtwaechter.de). Ein unbedingtes Muss zum Kaffee oder Espresso: der Sauerkirsch-Edelbrand von Senior Ernst Gehr. Nicht gerade zur nachtschlafenden Zeit hingegen
So klein Burkheim ist, so reich ist es an Kuriositäten. Denn es gibt in dem wie Nieder- und Oberrotweil zur Gemeinde Vogtsburg zählenden Ort auch noch Bernhard Maurer und sein Korkenzieher-Museum (www.korkenzieher.de), das mittwochs bis samstags zwischen 11 und 18 Uhr sowie nach telefonischger Vereinbarung unter 0163/7001242 geöffnet hat. Beim Kunststudium in Konstanz hat der heutige Inhaber eines Geschäftes für Design-Artikel und Galerist (unter anderem zeigt Maurer Arbeiten von Peter Gaymann und Tomi Ungerer) die erste Anregungen bekommen. Seither hat ihn das Thema nie mehr los gelassen. Heute gehören zu seinen Schätzen rund 1200 Korkenzieher, darunter außerordentlich kuriose Geräte mit Batterieantrieb und das älteste Subjekt, das vor rund 300 Jahren in England hergestellt wurde.
Ein Juwel von einem Städtchen ist aber auch das nahe gelegene Endingen (www.endingen.de), der Heimatort von Meister-Metzger Dirr. Nahrhaft geht es indes nicht nur in seinen Ladengeschäften, sondern auch beim Käserei-Museum in der Rempartstraße, nahe dem Bahnhof am Rande der Altstadt des im Zweiten Welrkrieg weitgehend unzerstört gebliebenen Endingen zu. Zwischen 1901 und 1948 hat hier Meister Seraphin Risch in Handarbeit diverse (Weich-)Käsesorten hergestellt. 30 weitere Jahre betrieben sein Sohn und dessen Frau an selber Stätte ein Milchgeschäft, bevor die Immobilie 1978 vermietet wurde. Doch dann gab es Gottseidank den Molkerei-Fachmann Konstantin Stöckle, der das Haus an der Rempartstraße der Vergessenheit entriss und nebst Mitstreitern dafür sorgte, dass allerlei Ausstellungsstücke in die Zeit erinnern, als Käse noch nicht eine weithin industriell gefertigte Massenware war. Geöffnet hat das einzigartige und bemerkenswerte Haus von Ostern bis November von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags ab 18 Uhr (weitere Auskünfte: Kaiserstühler Verkehrsbüro, 07642/689990 bzw. info@endingen.de).
Doch damit der Attraktionen dieses beschaulichen und malerischen Kleinstadt-Idylle nicht genug: Ein Besuch in den Kirchen St. Peter und St. Martin sollte deshalb ebenso auf dem Programm stehen wie ein Spaziergang durch die Weinberge ringsum zum 492 Meter hohen Katharinenberg oder anderen Aussichtspunkten. Geschichtsbewussten Besuchern empfiehlt sich zudem das Vorderösterreich-Museum im Adelshof (hier ist die Tourist-Information untergebracht) und ein Besuch im (im Gegensatz zu Endingen evangelischen) Königschaffhausen mit seiner Winzergenossenschaft (www.koenigschaffhauser-weine.de) und ihren mehrfach preisgekrönten Produkten.
Ganz und gar nicht komplett ist ein Besuch am und auf dem Kaiserstuhl, wenn nicht Breisach auf dem Programm steht – nicht nur weil die Stadt am Rhein mit 14.000 Einwohnern (9000 davon im Kernbereich) der größte Ort des Gebietes. Breisach hat Touristen viel zu bieten, und seien es die Marktplatz-nahen Cafés Ihringer und Bechtel in der Unterstadt. Ganz in der Nähe liegt die Tourist-Info (www.breisach.de) nebst der vom ebenso sympathischen wie kompetenten Ehepaar Wetter geführten Vinothek. Und es nicht weit zur Sektkellerei Geldermann (www.geldermann.de) am Schlossberg, wo täglich um 14 Uhr (sonn- und feiertags nur von März bis Oktober; Eintrttsgeld: vier Euro) eine offene Führung (weitere können unter der Durchwahl 07667/834-258 vereinbart werden) stattfindet – Verkostung hinterher inbegriffen.
Die größte Kostbarkeit perlt jedoch nicht im Glas und ist für kein Geld der Welt zu haben: Das Breisacher Münster, St. Stephan geweiht, erhebt sich hoch über der Stadt und enthält diverse Kostbarkeiten, deren Wert sich auch Ungläubigen erschließt. Im Westbau finden sich die fesselnden, zwischen 1488 und 1491 entstandenen Wandbilder des in Breisach verstorbenen Malers Martin Schongauer, dessen Darstellungen des Jüngsten Gerichts Betrachter heute noch packen. Eine ähnliche Energie geht von dem 1526 vollendeten, geschnitzten Hauptaltar des nur unter seinem Kürzel „Meister H.L.“ auss, während der Schrein der heiligen Märtyrer Gervasius und Protasius die Kraft des Glaubens eher auf stille Weise bezeugt.
Bliebe noch der Badische Winzerkeller, draußen vor der Stadt in einem Gewerbegebiet gelegen, dort, wo sich die Gleise der Kaiserstuhlbahn von denen der Breisgau-S-Bahn trennen. Eine Führung zu Fuß und mit dem „Besucherbähnle“ (zu buchen via www.badischer-winzerkeller.de im Internet oder telefonisch unter 07667/900-270 bei Maria Reber vom Besucherservice) dokumentiert eindrucksvoll: Genossenschaften, selbst und gerade große wie der Winzerkeller mit 67 angeschlossenen Ortsgenossenschaften und um die 5000 zugehörigen Winzern, beherrschen die für den Lebensmitteleinzelhandel bestimmte Produktion im großen Rahmen ebenso wie den Roten oder Weißen für Endverbraucher Genossenschaften haben das Misstrauen, das ihnen vielfach noch entgegen gebracht wird, nicht verdient. Die Zeiten, da das oberste Gebot „Masse statt Klasse“ hieß, sind eh seit mindestens zehn Jahren vorbei. Das Sortiment ist vielgliedriger geworden. Und das der Verbraucher heute mehr über Wein weiß als zuvor, haben die Verantwortlichen inzwischen aufmerksam registriert.
Bliebe noch die Quartier-Frage. Im Luxus-Bereich gibt es kaum Möglichkeiten, von Franz Kellers legendärem „Schwarzen Adler“ (www.franz-keller.de) einmal abgesehen. Sehr gut bestückt ist der Kaiserstuhl mit guten bis sehr guten Gasthöfen wie dem „Hotel Bräutigam“ in unmittelbarer Nähe zur Winzergenossenschaft (www.winzergenossenschaft-ihringen.de) und zum Bahnhof von Ihringen an der Breisgau-S-Bahn. Außerordentlich originell von seiner Lage wie von seinem Patron her wirkt das Hotel Kapuzinergarten in Breisach (www.kapuzinergarten.de), das aus den Zimmern wie von der Terrasse und dem Restaurant mit seiner pfiffigen badisch-elsässischen Regionalküche seine Gästen einen unvergleichlichen Ausblick bietet. Einen subtilen Charme entfaltet das Landhaus Trautwein am Bahnhof von Oberrotweil: Sieht von außen auf den ersten Blick erst mal aus wie ein Gasthof von vielen, bietet jedoch im Inneren besonders in den hohe Zimmern mit ihren Bodenbrettern ein spannendes Zusammnspiel von alter Design und moderner Substanz. Bodenständig und modern zugleich: das schon erwähnte „Kreuz-Post“ in Burkheim. Wer dann noch Alternativen sucht, ist mit der regionalen Touristik-Website www.kaiserstuhl.cc gut beraten. Diese Internet-Seite bietet zudem eine ganze Schatzkiste voll mit Informationen über diese vom lieben Gott verwöhnten Gegend Deutschlands.

Weitere Geschichten

Silvaner aus dem stillen Tal thumbnail Silvaner aus dem stillen Tal

HAVE YOUR SAY

HAVE YOUR SAY Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, dolor sit ipsum.

SELECTABLE PROMOTIONAL BLOCK

SELECTABLE PROMOTIONAL BLOCK Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, dolor sit ipsum.

Weitere Überschriften

RSS feed Hol dir meine RSS Feeds       Delicious Sind wir delicious?       Digg Bring uns zu Digg       Technorati Bookmark meine Seite