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Ortenau ehrt Riesling-Erzeuger

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Die zehn besten Riesling-Betriebe der Ortenau wurden jetzt im Rahmen einer Gala im Hotel Dollenberg gefeiert. Das Weingut Schloss Ortenberg hat den Wettbewerb als bester Riesling-Betrieb der Ortenau gewonnen. Es folgen auf den Plätzen zwei und drei das Weingut Andreas Laible und das Weingut Markgraf von Baden Schloss Staufenberg, beide Durbach. Die drei besten trockenen Rieslingweine kommen vom Weingut Markgraf von Baden, Weingut Andreas Männle und Weingut Alexander Laible, alle Durbach.

Parade der Riesling-Besten: Andreas Laible junior (Weingut Andreas Laible), Achim Kirchner (Weingut Markgraf von Baden, 2. von links) und Kellermeister Hanspeter Rieflin (Schloss Ortenberg; 2. von rechts) gehören zu den Top Ten der Ortenau. Weinprinzessin Jasmin Meel und ein weiterer Vertreter gratulierten herzlich. Foto: wpo

Als bester Betrieb erhielt das Weingut Schloss Ortenberg neben der Urkunde des Weinparadieses Ortenau e.V. auch den von Hotelier Meinrad Schmiederer gestifteten Pokal. „Für mich ist dies ein schöner Moment am Schluss meiner aktiven beruflichen Laufbahn”, freute sich Winfried Köninger. Für seinen Nachfolger Matthias Wolf wiederum ist es ein guter Einstieg. Und für Kellermeister Hanspeter Rieflin bedeutet der Preis eine Bestätigung seines außerordentlichen Könnens und Streben nach Qualität. Der Betrieb lag mit 93,39 Punkten deutlich vorn. „Das Weingut hatte auch bei TOP TEN Riesling 2009 schon sehr schöne Weine gezeigt, darunter zwei der drei besten trockenen Weine“, sagte der Leiter der Verkostung, Hubert Zöllin vom Weinbauverband. Er betonte, dass sich die 2009er Rieslinge im aktuellen Wettbewerb sehr stark präsentierten. Durch die gute Reife ist das Niveau dieser Weine sehr hoch.

Außer den drei Siegern befinden sich in der TOP TEN Riesling die Alde Gott Winzer eG, Sasbachwalden, die Oberkircher Winzergenossenschaft eG, Oberkirch, Weingut Alexander Laible, Weingut Graf Wolff Metternich, beide Durbach, Weingut Villa Heynburg GmbH, Kappelrodeck, Winzerkeller Hex vom Dasenstein, Kappelrodeck und die Winzergenossenschaft Rammersweier, Offenburg-Rammersweier. Alle Betriebe erhielten aus den Händen des Vorsitzenden Günter Lehmann und dessen Stellvertreter Andreas Laible junior sowie der Ortenauer Weinprinzessin Jasmin Meel eine Urkunde.

Aus den zehn besten trockenen Weinen sind abschließend die drei besten trockenen heraus verkostet worden. Hier liegt eine 2009er Durbacher Schlossberg Riesling Spätlese trocken vom Weingut Markgraf von Baden, Schloss Staufenberg auf Platz eins, gefolgt von einem 2009er Klingelberger 1782 aus dem Durbacher Bienengarten des Weinguts Andreas Männle Durbach. Auf Platz drei landete ein 2009er Klingelberg Riesling QbA trocken alte Reben SG, drei Sterne des Weinguts Alexander Laible, Durbach.

26 Betriebe im Wettbewerb

Insgesamt hatten sich 26 Betriebe zwischen Gernsbach und Gengenbach dem Wettbewerb gestellt. Die Erfolge verteilen sich allesamt auf Betriebe aus der südlichen Ortenau. Die traditionellen Riesling-Betriebe aus dem Baden-Badener Rebland blieben dieses Mal außerhalb der Ränge. „So ein Wechsel ist immer möglich. Wer die schöneren Weine hat, gewinnt. Das ist das Spannende an so einem Wettbewerb“, betont Zöllin.  Zum Doppelschlag holten die Kappelrodecker aus. Sie sind sowohl mit dem Winzerkeller Hex vom Dasenstein EG als auch mit dem Weingut Villa Heynburg GmbH in den TOP TEN. Kellermeister Marco Köninger freut sich: „Ein einzigartiger Erfolg.“ Vor allem ist er stolz darauf mit dem jungen Betrieb Villa Heynburg gleich im zweiten Jahrgang in den TOP TEN zu landen.

Insgesamt standen 85 Weine der Jahrgänge 2008 und 2009 zur Verkostung an. Der Badische Weinbauverband unter Leitung von Hubert Zöllin hatte die Verkostung zusammengestellt und durchgeführt. Alle Weine wurden blind verkostet. Die kleineren Weinbaubetriebe hatten drei Weine und die größeren über 20 Hektar Rieslingfläche vier Weine aus den beiden Jahrgängen anstellen müssen. „Um einen Querschnitt über die Leistung eines Betriebs zu erhalten, bedarf es einer gewissen Menge an Weinen“, betont die Leiterin Weintourismus in der Ortenau, Gunia Wassmer.

Bewertet worden sind die Weine von einer unabhängigen Jury. Ihr gehörten an: Ingo Ehret, Kellermeister der Winzergenossenschaft Laufen im Markgräflerland,  Harald Gutemann, Kellermeister Staatsweingut Meersburg, Bodensee; Dr. Volker Jörger, Staatliches Weinbauinstitut, Freiburg sowie Melanie Wagner, Sommelière „Schwarzer Adler“ Oberbergen, der Redakteur Gerold Zink, Badische Zeitung Breisach, und der Weinbauberater im Ortenaukreis, Bernhard Ganter. Die Sommelière ist erst kürzlich durch den Gault Millau zur Sommelier des Jahres 2010 gekürt worden.

Offener Vergleich der Qualitäten

Seit 2003 führt das Weinparadies Ortenau diesen Wettbewerb durch. Es ist der einzige Wettbewerb in Baden, bei dem sich die Betriebe einem so offenen Vergleich mit dem direkten Nachbarn stellen. „Die Ortenau wäre qualitativ nicht so weit, wenn es diesen Wettbewerb nicht gäbe“, betonte der Vorsitzende des Weinparadies Ortenau e.V., Günter Lehmann. Finanzminister Willi Stächele bestätigte den Winzerinnen und Winzern einen einzigartigen Leistungswillen. Nur durch ihren Fleiß werde die Kulturlandschaft der Ortenau so erhalten.

Die Gäste hatten beim Gala-Diner aus der Sterneküche von Martin Herrmann zudem die Gelegenheit alle Siegerweine zu verkosten und mit den Winzerinnen und Winzern ins Gespräch zu kommen. Die TOP TEN Spätburgunder Rotwein findet am Donnerstag, 9. September 2010 statt. Anmeldungen sind direkt beim Hotel Dollenberg, Telefon 07806/780,  möglich. (wpo)









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Von Christoph Hahn

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Die größte Kostbarkeit perlt jedoch nicht im Glas und ist für kein Geld der Welt zu haben: Das Breisacher Münster, St. Stephan geweiht, erhebt sich hoch über der Stadt und enthält diverse Kostbarkeiten, deren Wert sich auch Ungläubigen erschließt. Im Westbau finden sich die fesselnden, zwischen 1488 und 1491 entstandenen Wandbilder des in Breisach verstorbenen Malers Martin Schongauer, dessen Darstellungen des Jüngsten Gerichts Betrachter heute noch packen. Eine ähnliche Energie geht von dem 1526 vollendeten, geschnitzten Hauptaltar des nur unter seinem Kürzel „Meister H.L.“ auss, während der Schrein der heiligen Märtyrer Gervasius und Protasius die Kraft des Glaubens eher auf stille Weise bezeugt.
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