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Consilium Thüngersheim: Genossenschaft setzt auf ökologischen und konventionellen Anbau zugleich

Consilium Thüngersheim: Genossenschaft setzt auf ökologischen und konventionellen Anbau zugleich thumbnail

Monika Bauer ist stolz auf ihren Heimatort Thüngersheim, der rund 15 Kilometer nördlich von Würzburg am Main liegt. Darum will sie jetzt auch etwas los werden: „Wir sind die zweitgrößte Weinbau-Gemeinde in ganz Bayern“, freut sich Bauer. Daran haben auch die blonde Fränkin und ihr Ehemann Ottmar Anteil – nicht nur, weil sie die schmucke Pension „Wein-Träume“ (www.wein-traeume.de) betreiben, sondern weil sie auf ihren 17 Hektar Insgesamt gibt es in Thüngersheim bei 2650 Einwohnern mehr als 200 Hektar) Rebfläche als Mitglieder der örtlichen Winzergenossenschaft unter anderem Silvaner, Müller-Thurgau und Spätburgunder anpflanzt. Diese Winzergenossenschaft, die sich seit kurzem nicht mehr so, sondern „Consilium“ (www.consilium-wein.de und www.wg-thuengersheim.de) nennt.


Silvaner aus dem stillen Tal

Silvaner aus dem stillen Tal thumbnail

Von Rudolf May kann der Besucher auch schon mal ziemlich radikale Sätze zu hören bekommen. Zum Beispiel den: „Meine Silvaner sind nicht nur fränkisch trocken.“ Will sagen: Trocken (Restzucker bis zu neun Gramm pro Liter) oder fränkisch trocken, die auf maximal vier Gramm pro Liter begrenzte regionale Variante, ist ihm nicht genug. Das gilt nicht für den fränkischsten aller Weine: Sein 2008er Spätburgunder vom Retzbacher Benediktusberg aus der Premium-Linie „Recis“ hat gerade mal noch 0,1, der 2007er immerhin noch 0,5 Gramm Restsüße. Den Boden, auf dem er wächst, authentisch ausdrücken und dazu noch knochentrocken ins Glas fließen: Das ist das Ideal des Winzers, der sein Gut (www.weingut-may.de) in einem Seitental des Mains etwas mehr als 20 Kilometer nördlich von Würzburg, in Retzstadt, betreibt.


Am Weinberg trifft das Land die Stadt

Am Weinberg trifft das Land die Stadt thumbnail

Es kann in Trier sein, in Stuttgart oder Würzburg: Durch das weiße Rauschen der Verkehrsströme aus Autos, Lkw und Fahrzeugen des Öffentlichen Personennahverkehrs schält sich das fette Tuckern von Traktoren oder anderen Schleppern heraus. Denn mitten in der Stadt oder an ihren mit Hoch- und Einfamilienhäusern bestanden Rändern gibt es etwas, das für die meisten Menschen untrennbar mit weitem Land zusammenhängt: Weinbau, und das auf hohem bis höchstem Niveau.


Tauberfranken: Badens Bocksbeutel-Region

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Badischer Wein im Bocksbeutel – geht das überhaupt? Eindeutig ja, denn die badische Weinregion Tauberfranken ist historisch, geografisch und historisch eng mit dem Frankenland und seinem Zentrum Würzburg verbunden. Aus der gemeinsamen Geschichte heraus hatte Tauberfranken schon immer das Recht, seine Weine in dieser für Franken typischen und traditionellen Flaschenform abzufüllen.


Franken im Glück

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Der Weinfreund braucht noch nicht einmal die Flasche entkorkt zu haben, um zu wissen, dass das Objekt seines Interesses aus Franken kommt. Denn Franken ist Bocksbeutel-Land. Wie sonst nur rund um Baden-Baden und im Tauberland, so gilt die Flasche als Ausweis der Identität. Doch Franken ist mehr, ungleich mehr als das Land von Bocksbeutel (in den jedoch nur rund 40 Prozent der Wein gefüllt werden) und Silvaner.




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Mögen Winzer auch noch so ausgeprägte Individuen sein: Timo Dienhart aus Maring-Noviand ist immer auch anders. Der junge Mann aus dem Ort im Liesertal, das unweit von Bernkastel-Kues (Orte mit Bindestrich sind in dieser Region nicht gerade selten) an das der Mosel stößt, gehört mit seinem Weingut Zur Römerkelter (www.roemerkelter.de) zu den profilierten ökologischen Erzeugern der Region. Was sein Vater 1977 begonnen hat, führt der Sohn heute konsequent und von großer Überzeugungskraft getragen weiter.

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