Flüsse der Genüsse – Eine kulinarische Entdeckungsreise
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Die Hex vom Dasenstein präsentiert sich in einem neuen Erscheinungsbild am Markt. Aus der knorrigen Hex ist eine moderne, weltoffene junge Hexe geworden. Damit kommt der Winzerkeller dem vielfachen Wunsch von Kunden, Händlern und Gastronomie nach, künftig ein zeitgemäßes Gewand für die Hex zu wählen. Damit sieht die Verwaltung die Weichen für die Zukunft gestellt. [...]
Im Grunde plagt Adolf Schmitt seit Jahren ein und dasselbe Problem: Wieder und wieder muss der Winzer aus Konz-Filzen, zugleich als Erster Vorsitzende des Moselwein e.V. oberster Weinwerber der Region, neue Rekorde verkünden. „Das ist der schönste Herbst, den ich bisher erlebt habe“, freut sich der mit Ende 60 sehr erfahrener Vertreter seines Berufsstandes. Wenn auch am 25. August noch schwere Hagelschauer die Mittelmosel zwischen Kröv und Veldenz heimgesucht haben, jubeln Schmitts Zunftgenossen über außerirdentliche Öchsle-Werte bei Riesling und Spätburgunder.
Die Saar ist weg – zumindest offiziell. Seit 2006 ist der Fluss, an dessen rheinland-pfälzischen Abschnitt zwischen Konz und Serrig Rieslinge mit markant stahliger Säure wachsen, aus dem Namen der Gebietsweinwerbung verschwunden – wie übrigens auch die Ruwer. Dennoch ist die Saar über die Region hinaus präsent, vielleicht mehr denn je. Besonders die Übernahme des Weinguts von Othegraven (www.von-othegraven.de) in Kanzem durch Fernsehstar Günther Jauch hat der Saar einen neuen Bekanntheitsschub verpasst. Doch auch sonst scheinen die Winzer aus diesem Teil der Welt gut und stabil aufgestellt zu sein.
Im Rahmen des internationalen Degustationswettbewerbs Mundus vini wurde die Oberkircher Winzer eG mit dem Titel „Erzeuger des Jahres“ gewürdigt. Diese Sonderauszeichnung gibt es für besondere Leistungen. Die Oberkircher hatten bei dem Wettbewerb fünf Gold- und zwei Silber-Medaillen erhalten.
Die Winzergenossenschaften Gengenbach, Rammersweier und Zeller Abtsberg starten Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss. Jochen Basler übernimmt ab 1. September 2011 die Geschäftsführung der Gengenbacher Winzergenossenschaft, bleibt in dieser Funktion aber auch bei der Zeller Abtsberg Winzer eG.
Mögen Winzer auch noch so ausgeprägte Individuen sein: Timo Dienhart aus Maring-Noviand ist immer auch anders. Der junge Mann aus dem Ort im Liesertal, das unweit von Bernkastel-Kues (Orte mit Bindestrich sind in dieser Region nicht gerade selten) an das der Mosel stößt, gehört mit seinem Weingut Zur Römerkelter (www.roemerkelter.de) zu den profilierten ökologischen Erzeugern der Region. Was sein Vater 1977 begonnen hat, führt der Sohn heute konsequent und von großer Überzeugungskraft getragen weiter.
Müßiggang, Müßiggang mit M, M wie Mosel. Mögen auch hier Touristenschwärme durch Trier und Bernkastel mit beängstigender Geschwindigkeit wandern – nur wenige Landschaften eignen sich so für die Entschleunigung wie das Leben entlang der Mosel, weil sie selbst das ist, was das Leben im günstigsten Fall ist: ein langer ruhiger Fluss. Das gilt für die Menschen, das gilt für den Fluss, der sich die Menschen anverwandelt, das gilt aber auch für den Wein, der an den Ufern entsteht. Den kann der, der sein Freund will, jung trinken – aber er muss es nicht.
n der Geschichte des Weinguts von Franckenstein hat sich die Stadtflucht auf ganz merkwürdige Weise eingeschrieben: Eigentlich nämlich lag das Kellereigebäude des Weinguts von Franckenstein mitten in der Offenburger City, da, wo heute moderne Textilien vor allem an die Frau gebracht werden. Von da sind die Vorgänger der heutigen Pächter, der Familie Huschle, umgezogen und haben ein modernes Gebäude an der Peripherie der Ortenauer Hauptstadt errichtet. Dort auch dort umringen inzwischen Wohnhäuser und ein Krankenhaus das Anwesen der mittelbadischen Winzer. Ihre Weinberge liegen darum in ein paar Kilometern Entfernung. Nahe dem Ort Zell-Weierbach findet sich in Franckenstein’schem Alleinbesitz das Neugesetz, gleich nebenan der Abtsberg. Etwas weiter, im Kinzigtal bei Gengenbach, findet sich das durch Motorradrennen bekannt gewordene Dorf Berghaupten, wo vor allem Weißburgunder, Chardonnay und Riesling gedeihen.
Rund zehn Kilometer nördlich von Offenburg zweigt das Renchtal aus der Rheinebene ab. In der Nähe des Marktstädtchens Oberkirche herrschen nicht nur vom Klima, sondern auch vom Boden und dem Gelände her Grundlagen für den Weinbau. An den Hängen und auf günstigen Flachlagen wachsen Rote und Weiße, die die Oberkircher Winzergenossenschaft (WG) von der Traube übers Fass in die Flasche bringt und damit in wachsendem Maß über die eigene Region hinaus erfolgreich ist.
Moselland ist Rieslingland – diese Botschaft hat sich inzwischen weltweit etabliert. Der im Glas goldgrün schimmernde Wein ist inzwischen ein weltweit gefragtes und im Inland nicht minder respektiertes Produkt. Den Erzeugern hat das Wissen darum ein gehöriges Selbstbewusstsein eingeimpft. In ihrer Heimat tief verwurzelt (was eigentlich schon wegen der ausgeprägten Terroir-Bezogenheit des Rieslings nicht anders sein kann), leben die Inhaber der Weingüter gleichermaßen von der Qualität wie von der Ausstrahlung ihres Produkts. Riesling hat Glamour, Riesling zieht an: Dieses Phänomen lässt sich nicht zuletzt den Gebäuden, in denen die Erzeugnisse der Winzer her- und dargestellt werden, ablesen.
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Hundert Prozent Öko, hundert Prozent Mosel: Timo Dienhart und seine merk-würdigen RieslingeMögen Winzer auch noch so ausgeprägte Individuen sein: Timo Dienhart aus Maring-Noviand ist immer auch anders. Der junge Mann aus dem Ort im Liesertal, das unweit von Bernkastel-Kues (Orte mit Bindestrich sind in dieser Region nicht gerade selten) an das der Mosel stößt, gehört mit seinem Weingut Zur Römerkelter (www.roemerkelter.de) zu den profilierten ökologischen Erzeugern der Region. Was sein Vater 1977 begonnen hat, führt der Sohn heute konsequent und von großer Überzeugungskraft getragen weiter.
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