Flüsse der Genüsse – Eine kulinarische Entdeckungsreise
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Wenige Kilometer nur sind es vom Rhein bei Remagen – dann verengt sich kurz vor Heimersheim das Tal der Ahr. Rebhänge machen sich breit oder ducken sich, auf kleine Terrassen verteilt, an die aufsteigenden Flanken der Eifel. Eng ist es hier bisweilen. Das Klima und die Stimmung im Tal wirken ungeheuer dicht und bestimmen die Eigenart im mit einer Fläche von rund 550 Hektar größten geschlossenen Anbaugebiet für Rotwein.
Vielleicht ist es die Ruhe, die in dieser Landschaft liegt: Im Schwarzwald ist jedenfalls eine ganz besondere Architektur herangewachsen, die ihr Terroir, ihren Boden nicht verleugnet und die trotzdem nicht folkloristisch wirkt. Deutschlands äußerster Südwesten erweist sich, nicht nur was die Baukunst betrifft, als ganz und gar nicht provinziell. Viele Beispiele von vielen verschiedenen Häusern mit einem unterschiedlich weit entwickelten privaten oder öffentlichem Charakter gibt es hier. Die, die sie entwarfen, und die, die sie bei ihnen in Auftrag gaben, sind – so stellt sich bei der Recherche vor Ort heraus – fest in ihrer Heimat verwurzelt und blicken dennoch (oder gerade deshalb) aus wachen Augen weit in die Welt hinaus.
Die Touristiker der Region (www.schwarzwald-tourismus.in
Es kann in Trier sein, in Stuttgart oder Würzburg: Durch das weiße Rauschen der Verkehrsströme aus Autos, Lkw und Fahrzeugen des Öffentlichen Personennahverkehrs schält sich das fette Tuckern von Traktoren oder anderen Schleppern heraus. Denn mitten in der Stadt oder an ihren mit Hoch- und Einfamilienhäusern bestanden Rändern gibt es etwas, das für die meisten Menschen untrennbar mit weitem Land zusammenhängt: Weinbau, und das auf hohem bis höchstem Niveau.
Moselland ist Rieslingland – diese Botschaft hat sich inzwischen weltweit etabliert. Der im Glas goldgrün schimmernde Wein ist inzwischen ein weltweit gefragtes und im Inland nicht minder respektiertes Produkt. Den Erzeugern hat das Wissen darum ein gehöriges Selbstbewusstsein eingeimpft. In ihrer Heimat tief verwurzelt (was eigentlich schon wegen der ausgeprägten Terroir-Bezogenheit des Rieslings nicht anders sein kann), leben die Inhaber der Weingüter gleichermaßen von der Qualität wie von der Ausstrahlung ihres Produkts. Riesling hat Glamour, Riesling zieht an: Dieses Phänomen lässt sich nicht zuletzt den Gebäuden, in denen die Erzeugnisse der Winzer her- und dargestellt werden, ablesen.
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