Weinträger




Artikel Kalender

Mai 2012
S M D M D F S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  




An-/Abmelden


Neuigkeiten Tags "baden"

Stefan Huschle: Ein Franckenstein ohne Monster

Stefan Huschle: Ein Franckenstein ohne Monster thumbnail

n der Geschichte des Weinguts von Franckenstein hat sich die Stadtflucht auf ganz merkwürdige Weise eingeschrieben: Eigentlich nämlich lag das Kellereigebäude des Weinguts von Franckenstein mitten in der Offenburger City, da, wo heute moderne Textilien vor allem an die Frau gebracht werden. Von da sind die Vorgänger der heutigen Pächter, der Familie Huschle, umgezogen und haben ein modernes Gebäude an der Peripherie der Ortenauer Hauptstadt errichtet. Dort auch dort umringen inzwischen Wohnhäuser und ein Krankenhaus das Anwesen der mittelbadischen Winzer. Ihre Weinberge liegen darum in ein paar Kilometern Entfernung. Nahe dem Ort Zell-Weierbach findet sich in Franckenstein’schem Alleinbesitz das Neugesetz, gleich nebenan der Abtsberg. Etwas weiter, im Kinzigtal bei Gengenbach, findet sich das durch Motorradrennen bekannt gewordene Dorf Berghaupten, wo vor allem Weißburgunder, Chardonnay und Riesling gedeihen.


Oberkirch: Das Juwel im Renchtal

Oberkirch: Das Juwel im Renchtal thumbnail

Rund zehn Kilometer nördlich von Offenburg zweigt das Renchtal aus der Rheinebene ab. In der Nähe des Marktstädtchens Oberkirche herrschen nicht nur vom Klima, sondern auch vom Boden und dem Gelände her Grundlagen für den Weinbau. An den Hängen und auf günstigen Flachlagen wachsen Rote und Weiße, die die Oberkircher Winzergenossenschaft (WG) von der Traube übers Fass in die Flasche bringt und damit in wachsendem Maß über die eigene Region hinaus erfolgreich ist.


Baden-Baden: Nicht nur das Casino sorgt für Glanz

Baden-Baden: Nicht nur das Casino sorgt für Glanz thumbnail

Baden-Baden – dieser Namen entfaltet noch immer seine Glanz. So besehen war es ein kluger Schachzug der Winzer und Genossenschaftler aus den Ortsteilen rund um Neuweier, ab 2006 die Kurstadt in den Namen und die Silhouette des Spielcasinos in das Logo zu nehmen. Die Weine der rund 700 Erzeuger mit einer Gesamtfläche von derzeit 164 Hektar tragen dem Baden-Badener Prestige in mehr als einer Hinsicht Rechnung und verbinden eine qualitätsorientierte Machart mit einem Optimum an Trinkvergnügen, sind elegant und zugänglich zugleich. Im Mittelpunkt des Sortiments stehen denn auch zwei Klassiker: Riesling, der mit 55 Prozent den Hauptanteil stellt, und Spätburgunder (36 Prozent).


WG Durbach heimst Preise ein

WG Durbach heimst Preise ein thumbnail

Noch ist die Lese längst nicht in Sicht, noch reifen die Trauben am Stock – und trotzdem hat die Winzergenossenschaft (WG) Durbach (www.durbacher.de) schon in gewissem Sinn die Ernte eingefahren: Bei mehreren Verkostungen von Weinzeitschriften schnitten die Ortenauer gut bis sehr gut ab. Überzeugen konnten die eh schon bei Kritikern und Verbrauchern als überdurchschnittlich bekannten Erzeuger aus der Umgebung von Offenburg unter anderem mit ihren trockenen Sauvignon-Blanc-Spätlesen der Jahrgänge 2009 und 2008.


Tauberfranken: Badens Bocksbeutel-Region

Tauberfranken: Badens Bocksbeutel-Region thumbnail

Badischer Wein im Bocksbeutel – geht das überhaupt? Eindeutig ja, denn die badische Weinregion Tauberfranken ist historisch, geografisch und historisch eng mit dem Frankenland und seinem Zentrum Würzburg verbunden. Aus der gemeinsamen Geschichte heraus hatte Tauberfranken schon immer das Recht, seine Weine in dieser für Franken typischen und traditionellen Flaschenform abzufüllen.


„Alde Gott“ brilliert mit Riesling und Spätburgunder

„Alde Gott“ brilliert mit Riesling und Spätburgunder thumbnail

Verführerisch ist sie schon, die Kulisse des „Blumen- und Weindorfs“ Sasbachwalden. Unweit von Baden-Baden und der Stadt Achern gelegen, nimmt der Ort den genussfreudigen Besucher mit mindestens zwei sehr guten Hotels nebst eben solcher Restaurants für sich ein – mit Gutbert Fallerts „Talmühle“ (www.talmuehle.de) und mit dem „Engel“ (www.engel-sasbachwalden.de) der Familie Decker, in der Schwiegersohn Christian Mamber (ehemals Hotel Colombi, Freiburg) kocht. Hier können auch die Sinne auf Urlaub gehen – nicht zuletzt dank der Winzergenossenschaft (WG) Alde Gott (www.aldegott.de), die vor allem durch Spätburgunder und Riesling weit über die heimatliche Region auf sich aufmerksam macht. Was hier auf die Flasche kommt, hält, was das Charisma der Landschaft verspricht.


Eine Chefin für „Badischer Wein“

Eine Chefin für „Badischer Wein“ thumbnail

Sonja Höferlin heißt die neue Geschäftsführerin der „Badischer Wein GmbH“. Die 47-jährige gebürtige Markgräflerin beginnt offiziell am 1. Juli, ist aber im Rahmen ihrer Einarbeitung schon jetzt operativ tätig.

Sonja Höferlin bringt für ihren neuen Job jede Menge Erfahrung mit. Nach Schule und Erlangung der Fachhochschulreife verdiente sie sich erste Sporen als gelernte Einzelhandelskauffrau in der [...]


Die „Hexer“ wollen noch mehr

Die  „Hexer“ wollen noch mehr thumbnail

Dutzendware für Konsumenten mit mehr oder minder geringen Ansprüchen – das war gestern. Wie schon die privaten Weingüter, so machen auch die Winzergenossenschaften in der jüngsten Zeit einen kolossalen Entwicklungsschub durch – auch und gerade in ihrem Stamm- und Ursprungsland, in Baden. Dessen Herzstück wiederum bildet die Ortenau rund um Offenburg, die Region, in der sich dieser Trend besonders deutlich.


Ortenau ehrt Riesling-Erzeuger

Ortenau ehrt Riesling-Erzeuger thumbnail

Die zehn besten Riesling-Betriebe der Ortenau wurden jetzt im Rahmen einer Gala im Hotel Dollenberg gefeiert. Das Weingut Schloss Ortenberg hat den Wettbewerb als bester Riesling-Betrieb der Ortenau gewonnen. Es folgen auf den Plätzen zwei und drei das Weingut Andreas Laible und das Weingut Markgraf von Baden Schloss Staufenberg, beide Durbach. Die drei besten trockenen Rieslingweine kommen vom Weingut Markgraf von Baden, Weingut Andreas Männle und Weingut Alexander Laible, alle Durbach.


Tipps zur Grillsaison

Tipps zur Grillsaison thumbnail

Mit Tipps und Weinempfehlungen zu 153 verschiedenen Grillgerichten stellt die „Badischer Wein GmbH“ ab sofort eine „Grillbroschüre“ per Download zur Verfügung, die von der renommierten Sommelière Nathalie Lumpp kompetent mit zahlreichen nützlichen Hinweisen zum passenden Wein begleitet wurde – ein idealer Berater für Grillfans und auch ein nützliches Mitbringsel.
Die Broschüre enthält so ziemlich alles, was mit professionellem Grillen zu tun hat: Wie organisiere ich eine Grillparty? Wie werden Fleisch und Fisch vorbereitet? Wie erkenne ich Qualitätsware? Welche Temperatur benötigt welcher Wein, um sich geschmacklich voll entfalten zu können? Was sind die perfekten Grillzeiten für welches Grillgut? Wie kann ich meiner Familie und meinen Freunden ein gesundheitlich unbedenkliches Grillvergnügen bieten? Brauche ich einen Kohle-, Gas- oder Elektrogrill?
Dann beginnt es mit leckeren Vorspeisen, Salaten und Antipasti und den jeweils passenden Weinen – von A wie Auberginen (leichter Grauburgunder) über G wie Garnelen ( Barrique-Weißburgunder oder Chardonnay) bis Z wie Ziegenkäse (Riesling Spätlese). Fleischklopse brauchen einen leichten Rosé,  zum Lammfleisch passt ein kräftiger Spätburgunder, Schweinebauch, Schweinshaxe, Spanferkel und Bauernbratwurst rufen nach einem badischen Grauburgunder, die Rostbratwurst nach einem Silvaner und das Wiener Würstchen nach dem Markgräfler Gutedel. Barsch, Heilbutt, Kabeljau, Seehecht und Steinbutt harmonieren mit dem spritzigen badischen Weißburgunder, Forelle, Hummer und Muscheln fühlen sich mit Riesling wohl.
Der Grillführer enthält natürlich auch jede Menge vegetarischer Gerichte, so z.B. Asiatisches Gemüse (Scheurebe, Traminer), Pilze und Ofenkartoffeln (Grauburgunder), Gemüse-Flammkuchen (Sauvignon Blanc) und Maiskolben (Rivaner). Zum Dessert empfiehlt Nathalie Lumpp zur Ananas eine Riesling-Auslese, zum Erdbeer-Grillspieß einen Rosé, zum Schokoladenkuchen eine Spätburgunder Beerenauslese, zur Mango einen Solaris, zur Pflaume eine Weißherbst Auslese.
Der Grillführer der „Badischer Wein GmbH“ ist nach den Worten von Geschäftsführer Walter Nöhren „ein Muss für jeden anspruchsvollen Genießer, der seinen Gästen das perfekte Grillerlebnis bieten möchte: Die Broschüre enthält alle wesentlichen Informationen rund ums kompetente Grillen – und mit Nathalie Lumpps treffsicheren Weinempfehlungen wird das Ganze dann vollends zum kulinarischen Erlebnis.“
Die Broschüre mit einem Umfang von 30 Seiten kann kostenlos – als Service der badischen Winzer – von der website www.badischerwein.de  heruntergeladen werden.


« Vorherige Seite



Schlagzeilen

Auch noch zu lesen

Schlaraffenland am Kaiserstuhl thumbnail Schlaraffenland am Kaiserstuhl

Von Christoph Hahn

Es soll Leute geben, denen schon Kilometer vor der Autobahnausfahrt Riegel die Spucke im Munde zusammenläuft. Denn Riegel ist die Ausfahrt für das malerische Städtchen Endingen am Kaiserstuhl. Und in Endingen, tief drin in Baden und nicht etwa in einer Großstadt, wirkt und wurstet Markus Dirr. Markus Dirr hat unter den deutschen Metzgern so etwa den Stellenwert wie unter den Köchen der Republik ein Harald Wohlfahrt oder ein Stefan Marquardt. Der ist wie Dirr ausgebildeter Fleischer und Koch in einer Person. Dirr (www.metzgerei-dirr.de) wiederum hat auch nicht immer gleich hinter der recht schmalen Verkaufstheke an der Königschaffhauser Straße mit Messer, Beil und anderen Instrumenten seines Handwerks hantiert. Der Endinger hat sich seinerseits zehn Jahre lang durch die besten Restaurants gekocht, und das in Frankreich, Italien, den USA und auf den Bermudas – unter anderem. Vor allem aber hat der Kaiserstühler immer seine Nase in den Wind gehalten und Gerüche wie Aromen aus der großen weiten Welt nach Endingen mitgebracht.
Dirr spielt in der Königsklasse mit, Dirr entwickelt traditionelle Produkte wie Schinken, Speck und Dauerwurst weiter, Dirr ist kreativ und beherrscht das Bodenständige ebenso wie das Weltläufige – und steht deshalb stellvertretend für so viele, die auf dem Kaiserstuhl flüssige oder bissfeste Leckereien an den Mann oder die Frau bringen. Durchaus bodenständig wirkt Thomas Landerer (www.weingut-landerer.de) aus Niederrotweil, der längst in einschlägigen Führern wie Gaullt-Millau und Eichelmann gute Bewertungen erntet und trotzdem in seinem „Weinbergsbummler“ mit 60 Sitzplätzen Touristen durch seine Weinberge fährt. Fast alle Genusshandwerker der Region glühen vor Leidenschaft; mit dem Erreichten begnügen sie sich noch lange nicht. Darum sind Leute wie Landerer so authentisch: Sie können, wie der Winzer mit seinem „LaSecco“, durchaus internationale Töne anschlagen und bezeugen dennoch mit ihren Burgundern (um die es am Kaiserstuhl hauptsächlich geht) das Land, auf dem die Trauben wachsen.
Das hält auch Landerers Mitbürger Lothar Koch so. Der Name hält, was er verspricht: Koch heißt nur so – er ist auch tatsächlich Koch, und zwar ein höchst origineller. In seinem Restaurant (www.gasthaus-zum-kaiserstuhl.de) in unmittelbarer Nähe zur Niederrotweiler Dorfkirche St. Michael bringt er hauptsächlich (aber nicht nur), was an Kräutern, Gemüse, Obst und Blüten in seinem Garten wächst und dehnt den Terroir-Gedanken vom Trink- aufs Essbare aus. Und was er hinzukauft, kommt überwiegend von regionalen Herstellern – der Ziegenkäse zum Beispiel von einen Aussteiger aus den Vogesen, der Topinambur-Schnaps von Bauer Otto Ihle aus dem Zwillingsdorf Oberrotweil.
Ambitionierte Anbieter gibt es am und auf dem Kaiserstuhl wahrlich genug – zum Beispiel das Weingut Bercher (www.weingutbercher.de) in Burkheim, eine beschaulichen „Städtle“ (bloß nicht von „Dorf“ reden) mit gerade mal 942 Einwohnern. Hier gibt es eine Vielzahl von Attraktionen wie das Fachwerk-„Haus zu den fünf Türmen“, das Rathaus mit dem vorderösterreichischen Wappen, die Kirche St. Pankratius und die Schlossruine am Rand des Ortskerns. Wer sich diese Idylle einmal besuchen will, sollte erwägen, die Dienste eines Führers (www.kaiserstuehler-gaestefuehrer.de) in Anspruch zu nehmen. Denn wer mit Einheimischen wie Regina Jenne die Schönheiten Burkheims betrachtet, sieht mehr. Die Kaiserstühler Gästeführer schärfen den Blick der Touristen für Dinge, die sie sonst nicht sehen – zum Beispiel dafür, dass die Berchers zwischen dem Kelterhaus vor dem Stadttor und ihrem Gutshaus von 1730 eine unterirdische Leitung verlegt haben. Denn Platz ist in Burkheim nun Mangelware – auch und gerade falls jemand wie die Berchers schon als Mitglied des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) einen gewissen Status besitzt und dabei noch mehr erreichen will. Vater Rainer Bercher steht jedenfalls schon mal an der Abfüllanlage oder packt Flaschen in Kartons, derweil sein Sohn Arne – der zusammen mit seinem Papa sowie dessen Bruder Eckhardt und seinem Sohn Martin die Verantwortung für das Gut trägt – mit dem Refraktometer den Zuckergehalt der ankommenden Trauben prüft, ansonsten aber sich um das Marketing kümmert. Solche Familienbetriebe, die sich innovativ und traditionell zugleich orientieren, sind es, die das „Ländle“ stark gemacht haben.
Burkheims Vorrat an Sehenswürdigkeiten ist mit dem Haus der Berchers und anderen architektonischen Kostbarkeiten noch lange nicht erschöpft. Eine andere Attraktion gibt es quasi im Doppelpack: Zwischen Ostern und dem 31. Oktober gibt es mittwochs und sonntags um 22 Uhr die Gelegenheit zum Nachtwächter-Rundgang ab Stadttor, detaillierte Erklärungen zur Historie und wohldosierte Deftigkeiten wie zum Beispiel der Exkurs über das Schenkelrecht inklusive. Ganz und gar nicht deftig geht es in dem knapp einen Kilometer vom Treffpunkt gelegenen Hotel Kreuz-Post zu, wo Patron Raner Gehr vor Beginn der Tour mit einem kreativ-regionalen „Nachwächtermenü“ aufwartet, Schnecken-Lasagne und Spätburgunder-Granité eingeschlossen (nähere Informationen: www.kreuz-post.de und www.burkheimer-nachtwaechter.de). Ein unbedingtes Muss zum Kaffee oder Espresso: der Sauerkirsch-Edelbrand von Senior Ernst Gehr. Nicht gerade zur nachtschlafenden Zeit hingegen
So klein Burkheim ist, so reich ist es an Kuriositäten. Denn es gibt in dem wie Nieder- und Oberrotweil zur Gemeinde Vogtsburg zählenden Ort auch noch Bernhard Maurer und sein Korkenzieher-Museum (www.korkenzieher.de), das mittwochs bis samstags zwischen 11 und 18 Uhr sowie nach telefonischger Vereinbarung unter 0163/7001242 geöffnet hat. Beim Kunststudium in Konstanz hat der heutige Inhaber eines Geschäftes für Design-Artikel und Galerist (unter anderem zeigt Maurer Arbeiten von Peter Gaymann und Tomi Ungerer) die erste Anregungen bekommen. Seither hat ihn das Thema nie mehr los gelassen. Heute gehören zu seinen Schätzen rund 1200 Korkenzieher, darunter außerordentlich kuriose Geräte mit Batterieantrieb und das älteste Subjekt, das vor rund 300 Jahren in England hergestellt wurde.
Ein Juwel von einem Städtchen ist aber auch das nahe gelegene Endingen (www.endingen.de), der Heimatort von Meister-Metzger Dirr. Nahrhaft geht es indes nicht nur in seinen Ladengeschäften, sondern auch beim Käserei-Museum in der Rempartstraße, nahe dem Bahnhof am Rande der Altstadt des im Zweiten Welrkrieg weitgehend unzerstört gebliebenen Endingen zu. Zwischen 1901 und 1948 hat hier Meister Seraphin Risch in Handarbeit diverse (Weich-)Käsesorten hergestellt. 30 weitere Jahre betrieben sein Sohn und dessen Frau an selber Stätte ein Milchgeschäft, bevor die Immobilie 1978 vermietet wurde. Doch dann gab es Gottseidank den Molkerei-Fachmann Konstantin Stöckle, der das Haus an der Rempartstraße der Vergessenheit entriss und nebst Mitstreitern dafür sorgte, dass allerlei Ausstellungsstücke in die Zeit erinnern, als Käse noch nicht eine weithin industriell gefertigte Massenware war. Geöffnet hat das einzigartige und bemerkenswerte Haus von Ostern bis November von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags ab 18 Uhr (weitere Auskünfte: Kaiserstühler Verkehrsbüro, 07642/689990 bzw. info@endingen.de).
Doch damit der Attraktionen dieses beschaulichen und malerischen Kleinstadt-Idylle nicht genug: Ein Besuch in den Kirchen St. Peter und St. Martin sollte deshalb ebenso auf dem Programm stehen wie ein Spaziergang durch die Weinberge ringsum zum 492 Meter hohen Katharinenberg oder anderen Aussichtspunkten. Geschichtsbewussten Besuchern empfiehlt sich zudem das Vorderösterreich-Museum im Adelshof (hier ist die Tourist-Information untergebracht) und ein Besuch im (im Gegensatz zu Endingen evangelischen) Königschaffhausen mit seiner Winzergenossenschaft (www.koenigschaffhauser-weine.de) und ihren mehrfach preisgekrönten Produkten.
Ganz und gar nicht komplett ist ein Besuch am und auf dem Kaiserstuhl, wenn nicht Breisach auf dem Programm steht – nicht nur weil die Stadt am Rhein mit 14.000 Einwohnern (9000 davon im Kernbereich) der größte Ort des Gebietes. Breisach hat Touristen viel zu bieten, und seien es die Marktplatz-nahen Cafés Ihringer und Bechtel in der Unterstadt. Ganz in der Nähe liegt die Tourist-Info (www.breisach.de) nebst der vom ebenso sympathischen wie kompetenten Ehepaar Wetter geführten Vinothek. Und es nicht weit zur Sektkellerei Geldermann (www.geldermann.de) am Schlossberg, wo täglich um 14 Uhr (sonn- und feiertags nur von März bis Oktober; Eintrttsgeld: vier Euro) eine offene Führung (weitere können unter der Durchwahl 07667/834-258 vereinbart werden) stattfindet – Verkostung hinterher inbegriffen.
Die größte Kostbarkeit perlt jedoch nicht im Glas und ist für kein Geld der Welt zu haben: Das Breisacher Münster, St. Stephan geweiht, erhebt sich hoch über der Stadt und enthält diverse Kostbarkeiten, deren Wert sich auch Ungläubigen erschließt. Im Westbau finden sich die fesselnden, zwischen 1488 und 1491 entstandenen Wandbilder des in Breisach verstorbenen Malers Martin Schongauer, dessen Darstellungen des Jüngsten Gerichts Betrachter heute noch packen. Eine ähnliche Energie geht von dem 1526 vollendeten, geschnitzten Hauptaltar des nur unter seinem Kürzel „Meister H.L.“ auss, während der Schrein der heiligen Märtyrer Gervasius und Protasius die Kraft des Glaubens eher auf stille Weise bezeugt.
Bliebe noch der Badische Winzerkeller, draußen vor der Stadt in einem Gewerbegebiet gelegen, dort, wo sich die Gleise der Kaiserstuhlbahn von denen der Breisgau-S-Bahn trennen. Eine Führung zu Fuß und mit dem „Besucherbähnle“ (zu buchen via www.badischer-winzerkeller.de im Internet oder telefonisch unter 07667/900-270 bei Maria Reber vom Besucherservice) dokumentiert eindrucksvoll: Genossenschaften, selbst und gerade große wie der Winzerkeller mit 67 angeschlossenen Ortsgenossenschaften und um die 5000 zugehörigen Winzern, beherrschen die für den Lebensmitteleinzelhandel bestimmte Produktion im großen Rahmen ebenso wie den Roten oder Weißen für Endverbraucher Genossenschaften haben das Misstrauen, das ihnen vielfach noch entgegen gebracht wird, nicht verdient. Die Zeiten, da das oberste Gebot „Masse statt Klasse“ hieß, sind eh seit mindestens zehn Jahren vorbei. Das Sortiment ist vielgliedriger geworden. Und das der Verbraucher heute mehr über Wein weiß als zuvor, haben die Verantwortlichen inzwischen aufmerksam registriert.
Bliebe noch die Quartier-Frage. Im Luxus-Bereich gibt es kaum Möglichkeiten, von Franz Kellers legendärem „Schwarzen Adler“ (www.franz-keller.de) einmal abgesehen. Sehr gut bestückt ist der Kaiserstuhl mit guten bis sehr guten Gasthöfen wie dem „Hotel Bräutigam“ in unmittelbarer Nähe zur Winzergenossenschaft (www.winzergenossenschaft-ihringen.de) und zum Bahnhof von Ihringen an der Breisgau-S-Bahn. Außerordentlich originell von seiner Lage wie von seinem Patron her wirkt das Hotel Kapuzinergarten in Breisach (www.kapuzinergarten.de), das aus den Zimmern wie von der Terrasse und dem Restaurant mit seiner pfiffigen badisch-elsässischen Regionalküche seine Gästen einen unvergleichlichen Ausblick bietet. Einen subtilen Charme entfaltet das Landhaus Trautwein am Bahnhof von Oberrotweil: Sieht von außen auf den ersten Blick erst mal aus wie ein Gasthof von vielen, bietet jedoch im Inneren besonders in den hohe Zimmern mit ihren Bodenbrettern ein spannendes Zusammnspiel von alter Design und moderner Substanz. Bodenständig und modern zugleich: das schon erwähnte „Kreuz-Post“ in Burkheim. Wer dann noch Alternativen sucht, ist mit der regionalen Touristik-Website www.kaiserstuhl.cc gut beraten. Diese Internet-Seite bietet zudem eine ganze Schatzkiste voll mit Informationen über diese vom lieben Gott verwöhnten Gegend Deutschlands.

Weitere Geschichten

Silvaner aus dem stillen Tal thumbnail Silvaner aus dem stillen Tal

HAVE YOUR SAY

HAVE YOUR SAY Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, dolor sit ipsum.

SELECTABLE PROMOTIONAL BLOCK

SELECTABLE PROMOTIONAL BLOCK Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, dolor sit ipsum.

Weitere Überschriften

RSS feed Hol dir meine RSS Feeds       Delicious Sind wir delicious?       Digg Bring uns zu Digg       Technorati Bookmark meine Seite