Flüsse der Genüsse – Eine kulinarische Entdeckungsreise
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Kröv: Der Name des traditionsreichen Weinortes zwischen Traben-Trarbach und Kues klingt für viele Riesling-Fans nach der steten Wiederkehr des immer Gleichen, nach Klischees, nach Nacktarsch halt. Noch immer gibt es in dem idyllische Ort (de Gesamtgemeinde mit den Orten Kröv und Bausendorf zählt derzeit rund 2200 Einwohner) unter den etwa 100 Winzern viele, die auf ihre handgemalten Schildern mit „Original Nacktarsch“ um Kunde buhlen. Doch Opas Welt ist nicht mehr so ganz die von heute, und so gibt es hier eine ganze Reihe von jungen, innovativen Winzern zwischen 20 und Anfang 40, die – obwohl oder gerade weil sie fest in der Tradition von Region und Handwerk verwurzelt sind – an einem neuen, frischen Image ihres Ortes und vor allem der hier erzeugten Rieslinge arbeiten.
Die zehn besten Riesling-Betriebe der Ortenau wurden jetzt im Rahmen einer Gala im Hotel Dollenberg gefeiert. Das Weingut Schloss Ortenberg hat den Wettbewerb als bester Riesling-Betrieb der Ortenau gewonnen. Es folgen auf den Plätzen zwei und drei das Weingut Andreas Laible und das Weingut Markgraf von Baden Schloss Staufenberg, beide Durbach. Die drei besten trockenen Rieslingweine kommen vom Weingut Markgraf von Baden, Weingut Andreas Männle und Weingut Alexander Laible, alle Durbach.
Der Berg ruft – auch wenn er gar nicht von Eis, sondern mit Weinreben bedeckt ist. Wer diesen Ruf vernimmt, der muss ihm folgen, selbst wenn die Plackerei am steilen Hang noch so schwer ist. Denn im Umgang mit den Trauben und dem, was daraus wird, steckt heute wieder Magie – nicht zuletzt, weil Riesling und andere Gewächse aus Deutschland wieder zu weltweit gefragten Exportprodukten geworden sind. Dieser Zauber erreicht und berührt auch Menschen, die von Hause aus mit Reben, Stahltanks und Fässern nichts zu tun haben, und bringt Banker, Broker, Elektriker und andere Fachleute dazu, den Beruf zu wechseln. Mag auch das Risiko des Scheiterns groß sein und der Wein vom Winzer ein großes Maß an Hingabe verlangen: Besonders an Mosel, Saar und Ruwer gehen gleich mehrere Quereinsteiger dieses Wagnis ein.
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Hundert Prozent Öko, hundert Prozent Mosel: Timo Dienhart und seine merk-würdigen RieslingeMögen Winzer auch noch so ausgeprägte Individuen sein: Timo Dienhart aus Maring-Noviand ist immer auch anders. Der junge Mann aus dem Ort im Liesertal, das unweit von Bernkastel-Kues (Orte mit Bindestrich sind in dieser Region nicht gerade selten) an das der Mosel stößt, gehört mit seinem Weingut Zur Römerkelter (www.roemerkelter.de) zu den profilierten ökologischen Erzeugern der Region. Was sein Vater 1977 begonnen hat, führt der Sohn heute konsequent und von großer Überzeugungskraft getragen weiter.
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