Flüsse der Genüsse – Eine kulinarische Entdeckungsreise
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Moselland ist Rieslingland – diese Botschaft hat sich inzwischen weltweit etabliert. Der im Glas goldgrün schimmernde Wein ist inzwischen ein weltweit gefragtes und im Inland nicht minder respektiertes Produkt. Den Erzeugern hat das Wissen darum ein gehöriges Selbstbewusstsein eingeimpft. In ihrer Heimat tief verwurzelt (was eigentlich schon wegen der ausgeprägten Terroir-Bezogenheit des Rieslings nicht anders sein kann), leben die Inhaber der Weingüter gleichermaßen von der Qualität wie von der Ausstrahlung ihres Produkts. Riesling hat Glamour, Riesling zieht an: Dieses Phänomen lässt sich nicht zuletzt den Gebäuden, in denen die Erzeugnisse der Winzer her- und dargestellt werden, ablesen.
Orte, die aussehen wie gemalt, sattes Grün und sanfte Hügel, Pfade, Wege, Flüsschen: Hohenlohe, die Region rund 60 Kilometer nordöstlich von Stuttgart, hat viel, um bei Touristen zu punkten. Das soll nicht heißen, dass die Region unweit von Heilbronn ganz der Beachtung entgangen ist. Aber die großen Ströme rauschen an Künzelsau, Öhringen und anderen Städtchen zum Glück vorbei, immer die Autobahn entlang Richtung Nürnberg. Denn jenseits der A6, auf die Jagst zu: Da liegt das echte Hohenlohe, eine enorm ländliche Gegend, die Feinschmeckern (aber nicht nur ihnen) viel zu bieten hat.
Wo viel Geschichte ist, ist auch die Modernität am größten – zumindest an der Mosel und zumindest im Mosel-Weinmuseum von Bernkastel-Kues. Im historischen Gemäuer des Nikolaus-Hospitals, dort, wo eine Brücke die beiden Stadtteile über die Mosel hinweg verbindet, zeigt sich das Museum ganz auf der Höhe der Zeit. Wo bisher allerlei mehr oder minder historische Geräte den Alltag im Wingert und im Keller dokumentierten, dominieren jetzt Computer, eine Aromabar und andere Boten neuzeitlicher Hochtechnologie das Erscheinungsbild.
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Hundert Prozent Öko, hundert Prozent Mosel: Timo Dienhart und seine merk-würdigen RieslingeMögen Winzer auch noch so ausgeprägte Individuen sein: Timo Dienhart aus Maring-Noviand ist immer auch anders. Der junge Mann aus dem Ort im Liesertal, das unweit von Bernkastel-Kues (Orte mit Bindestrich sind in dieser Region nicht gerade selten) an das der Mosel stößt, gehört mit seinem Weingut Zur Römerkelter (www.roemerkelter.de) zu den profilierten ökologischen Erzeugern der Region. Was sein Vater 1977 begonnen hat, führt der Sohn heute konsequent und von großer Überzeugungskraft getragen weiter.
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