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Seite hinzugefügt Januar 25, 2010

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Ein paar Worte zum Anfang

Sprache kann ja so verräterisch sein – auch und gerade beim Wein. Sie kann dazu dienen, die eigene Gruppe gegen „Eindringlinge“ abzuschotten; sie kann aber  auch dazu beitragen, Geschichte und Geschichten so ins Land zu tragen, dass sie (fast) jeder versteht. Das soll Aufgabe dieser Website sein: vom Wein erzählen, von denen, in deren Händen dieses Geschenk der Natur seine Reife und Feinheit gewinnt. „Weinlese“, so der Name der Website, soll im besten Sinne ein Nachrichten-Kanal sein, ein Medium, das berichtet und bisweilen kommentiert, das aber keine Marketing- und sonstigen kommerziellen Interessen verfolgt. Es ist ein gewissermaßen schlankes Medium, das nicht mit so komplexen Angeboten wie etwa einer Verkostungsdatenbank aufwarten kann. Pure Geschichten von einem puren Getränk Darum soll es gehen.

Wein, deutscher allzu mal, braucht sich nun wirklich nicht hinter Begriffsnebeln zu verstecken. Eine Sprache, die verschleiert, wirkt eher verdächtig als dass sie den, der ihre Sirenenklänge hört, betört. Aber diese Sprache darf wenigstens subjektiv sein, darf von Eindrücken handeln und nicht nur von objektiven Fakten. Denn Wein ist immer vor allem eines: Geschmackssache – und das so radikal, wie das sonst nur für Honig und Käse gelten kann. So muss denn Schreiben über Wein nicht nur Geist und Verstand des Lesers, sondern auch und vor allem seine Sinne ansprechen.

In dieser Hinsicht unterliegt der Wein einer ähnlichen Kritik wie Werke der Bildenden Kunst – immer anfechtbar, immer aber auch (zumindest im günstigsten Fall) unterhaltsam und anregend. Dieses Parallele besteht aber nicht nur zwischen dem Getränk und der Weise, es zu schildern.  Winzer und alle anderen Menschen, die dazu beitragen, dass aus den Trauben am Rebstock schließlich der Wein im Glase wird, bleiben genau so im Blickfeld. In diesem Sinne wollen „Reiner  Wein“ und sein Redakteur nicht so sehr selber Akteur sein, sondern vielmehr dem Wein und denen, die ihn leben, Raum bieten.

Nacht und nach werden diese Geschichten online gehen und zunächst einmal das Geschehen in den Regionen Deutschlands darstellen. Sie werden erzählen von dem, was sich entlang von Mosel, Main und anderen Flüssen, an den Hängen der Pfalz und anderswo tut. Auch um Produkte, die zur Wein-betonten Lebensart passen, soll und wird es gehen. Denn wie es auch immer ist mit Riesling, Spätburgunder & Co.: Es ist immer auch anders.






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Mögen Winzer auch noch so ausgeprägte Individuen sein: Timo Dienhart aus Maring-Noviand ist immer auch anders. Der junge Mann aus dem Ort im Liesertal, das unweit von Bernkastel-Kues (Orte mit Bindestrich sind in dieser Region nicht gerade selten) an das der Mosel stößt, gehört mit seinem Weingut Zur Römerkelter (www.roemerkelter.de) zu den profilierten ökologischen Erzeugern der Region. Was sein Vater 1977 begonnen hat, führt der Sohn heute konsequent und von großer Überzeugungskraft getragen weiter.

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